Bundesaußenminister Johann Wadephul hat das westafrikanische Land Mauretanien besucht, um dort mehr Zusammenarbeit bei Wirtschaft, Energie und Sicherheit anzustoßen.
Mauretanien liegt in Westafrika und hat etwa fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das Land ist reich an Rohstoffen wie Eisenerz und produziert zusammen mit dem Nachbarland Senegal Flüssigerdgas, also Erdgas, das für den Transport stark abgekühlt wird. Bei seinem Besuch in der Hauptstadt Nouakchott sprach Wadephul mit dem mauretanischen Außenminister Mohamed Merzoug darüber, wie beide Länder stärker zusammenarbeiten können. Besonders interessant sind für Deutschland grüner Wasserstoff und Flüssigerdgas, weil Europa bei der Energieversorgung neue Partner sucht.
Mauretanien spielt in seiner Nachbarregion, der Sahel-Region, eine wichtige Rolle. In dieser Zone südlich der Sahara sind viele Länder von Konflikten und islamistischem Terror betroffen. Mauretanien setzt laut Wadephul auf Dialog statt auf militärische Gewalt und beherbergt mehr als 300.000 Geflüchtete aus dem Nachbarland Mali. Außerdem gibt es dort das Mourchidates-Netzwerk mit rund 75 weiblichen Religionsführerinnen, die sich in den Grenzgebieten für einen gemäßigten Islam stark machen und gegen radikale Ideen vorgehen.
