Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron haben sich in Brühl getroffen, um über Verteidigung und Zukunftsthemen wie KI zu reden.
Was ist passiert? Am Freitag haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Brühl und auf einem Militärflughafen in der Nähe getroffen. Auf dem Programm standen Themen wie Verteidigung, nukleare Zusammenarbeit und neue Technologien. Wichtigster Punkt: Deutsche Soldaten sollen im Herbst zum ersten Mal bei einer Übung der französischen Atomstreitkräfte mitmachen – allerdings nur im normalen, konventionellen Teil, also ohne Atomwaffen. Außerdem wollen beide Länder gemeinsam an einem europäischen Standard für Kampfjets und Drohnen arbeiten, weil ein großes gemeinsames Flugzeugprojekt (FCAS) gescheitert ist.
Wer hilft? Auf beiden Seiten arbeiten Minister und Staatssekretäre aus zehn verschiedenen Ministerien zusammen, also aus Bereichen wie Verteidigung, Wirtschaft, Bildung und Forschung. Sie wollen zum Beispiel ein gemeinsames Zentrum für Künstliche Intelligenz gründen und bei Hochleistungsbatterien enger kooperieren. Auch die Sender Deutsche Welle und France Médias Monde planen eine Zusammenarbeit, um Falschinformationen im Internet besser zu bekämpfen. Frankreich hat zudem sieben weiteren europäischen Ländern angeboten, unter den französischen Atomschutzschirm zu schlüpfen – darunter Polen, die Niederlande und Norwegen.
