Beim Autobauer Volkswagen könnten laut Medienberichten bis zu 100.000 Jobs weltweit wegfallen und vier Werke in Deutschland schließen – Politik und Gewerkschaften wehren sich.
Was ist passiert? Medien wie das Manager Magazin und Reuters berichten, dass VW-Chef Oliver Blume ein neues Sparprogramm vorbereitet. Es trägt den Namen „Zielbild 2030“ und sieht vor, die Autoproduktion in den Werken Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm mittelfristig zu beenden. Weltweit könnten bis zu 100.000 Stellen gestrichen werden – doppelt so viele wie bisher geplant. Die Zahl der angebotenen Automodelle soll von 150 auf weniger als 100 sinken. VW ist mit rund 657.000 Beschäftigten weltweit und etwa 300.000 in Deutschland aktuell Europas größter Autobauer.
Wer hilft? Die IG Metall und der Betriebsrat von VW haben sofort Widerstand angekündigt. IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo sagten gemeinsam: „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern.“ Auch die Politik stellt sich quer: Niedersachsen als Großaktionär mit 20 Prozent Anteil und Vetorecht lehnt Werksschließungen ab. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sagte, so könne die Zukunft von VW nicht gewonnen werden. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter will um das Werk Zwickau kämpfen. Die Entscheidung liegt beim Aufsichtsrat, der am 9. Juli tagt – dort sitzt die Hälfte der Mitglieder auf Seiten der Arbeitnehmer.
