Bei Volkswagen stehen laut Medienberichten Zehntausende Stellen weltweit und mehrere deutsche Werke zur Disposition – darunter das Elektrowerk in Zwickau.
Was ist passiert? Die Wirtschaftswoche und das ZDF haben berichtet, dass der VW-Konzern weltweit bis zu 100.000 Stellen abbauen und bis zu vier deutsche Werke schließen könnte. Genannt werden die Standorte Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm. Der VW-Aufsichtsrat soll am 9. Juli über die Pläne beraten. Ein VW-Sprecher wollte sich zu dem Papier nicht äußern. In Sachsen und in Niedersachsen hat die Politik sehr schnell reagiert.
Wer hilft und wehrt sich? Die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat haben klar gesagt, dass sie solche Pläne mit allen Mitteln verhindern wollen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) will am Montag bei einer Betriebsversammlung in Zwickau sprechen und kämpft nach eigenen Worten für jeden einzelnen Arbeitsplatz. Auch die Stadtspitze von Zwickau steht geschlossen hinter den Beschäftigten. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der selbst im VW-Aufsichtsrat sitzt, hat die Konzernspitze kritisiert und vor „einfachen Lösungen“ wie Massenentlassungen gewarnt.
