Niedersachsens Ministerpräsident hat eine Idee, wie VW-Werke ohne Massenentlassungen überleben könnten – und die sorgt für Diskussionen.
Was ist passiert? Der Autobauer Volkswagen steckt nach eigenen Angaben in einer großen Krise. Laut dem Manager Magazin plant der Konzern, sehr viele Stellen abzubauen – weltweit könnten bis zu 100.000 Jobs wegfallen. Vier Werke in Deutschland könnten dichtmachen. VW hat bestätigt, dass gerade ein Zukunftsplan für das Unternehmen erarbeitet wird, in dem es um Effizienz und schlankere Strukturen geht. Genau davor hat Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies jetzt einen Gegenvorschlag gemacht.
Wer hilft? Olaf Lies ist nicht nur Politiker, sondern sitzt auch im Aufsichtsrat von VW. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte am Konzern und kann bei wichtigen Entscheidungen ein Veto einlegen. Lies sagt: VW baut seit 42 Jahren Autos in China und arbeitet dort mit Firmen wie XPeng und SAIC zusammen. Wenn man einige dieser Modelle, die bisher in China gebaut werden, zusätzlich in Deutschland produzieren würde, wären die hiesigen Werke besser ausgelastet – und Arbeitsplätze könnten gesichert werden.
