Ein wichtiger Verein in Österreich kritisiert, dass im neuen Budget zu wenig Geld für die Betreuung von straffällig gewordenen Menschen vorgesehen ist.
Stell dir vor, jemand hat eine Strafe bekommen und soll danach wieder ins normale Leben zurückfinden. Dabei hilft in Österreich der Verein Neustart. Er betreut Menschen, die eine Strafe verbüßt haben, und arbeitet auch mit Opfern von Straftaten. Außerdem macht der Verein Prävention, also er versucht, dass Straftaten gar nicht erst passieren. Das macht Neustart schon seit 1957. Insgesamt kümmern sich 1.750 Haupt- und Ehrenamtliche um die Betreuung.
Jetzt hat die Regierung ein neues Budget vorgestellt, das Doppelbudget. Darin ist weniger Geld für die Bewährungshilfe eingeplant. Bewährungshilfe bedeutet: Straftäterinnen und Straftäter werden nach ihrer Strafe begleitet, damit sie nicht rückfällig werden. Geschäftsführer Alfred Kohlberger sagt, dass von 12.600 betreuten Personen nur 11.500 wirklich finanziert werden. Die Arbeit wird also mehr, das Geld aber weniger. Das sei unfair, meint der Verein.
