Die USA wollen Schweizer Waren mit einem Zusatzzoll von 12,5 Prozent belegen, weil sie der Schweiz vorwerfen, zu wenig gegen Zwangsarbeit in Lieferketten zu tun.
Stell dir vor, du kaufst ein T-Shirt und merkst später, dass es jemand unter schlechten Bedingungen herstellen musste. Genau darum geht es in diesem Streit: Die USA sagen, die Schweiz liesse Waren ins Land, die mit Zwangsarbeit zu tun haben. Deshalb wollen die USA ab Juli einen Zusatzzoll von 12,5 Prozent auf viele Schweizer Exportgüter erheben. Arzneimittel wären ausgenommen.
Die Schweiz sagt: «Nein, das stimmt nicht.» Zwangsarbeit sei in der Schweiz längst verboten, und das Land tue viel, um faire Lieferketten zu sichern. Ausserdem verhandeln die beiden Länder schon seit Monaten über ein neues Handelsabkommen. SECO-Direktorin Helene Budliger Artieda sagt, man sei «auf den letzten Metern», also kurz vor einer Einigung.
