Die USA haben zwei große Verbrecherbanden aus Brasilien offiziell als Terrororganisationen eingestuft, was den Kampf gegen Drogenhandel verändern könnte.

Was ist passiert? Die US-Regierung hat entschieden, dass die Banden Comando Vermelho (CV) und Primeiro Comando da Capital (PCC) ab sofort als Terrorgruppen gelten. Diese Gruppen kontrollieren in Brasilien große Teile des Drogenhandels, von den Armenvierteln in Rio de Janeiro bis in den Amazonas-Regenwald. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Banden seien für brutale Angriffe auf Polizisten und Zivilisten verantwortlich. Die Entscheidung tritt nächste Woche in Kraft.

Wer hilft? Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat erst vor zwei Wochen einen eigenen Plan gegen die organisierte Kriminalität vorgestellt. Er lehnt die US-Entscheidung zwar ab, weil er sie als Einmischung sieht, aber beide Länder wollen eigentlich dasselbe: die Gewalt durch Drogenbanden stoppen. Auch internationale Experten und Organisationen arbeiten daran, den Drogenhandel ohne militärische Gewalt einzudämmen.