Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass Alabama bei den Wahlen im November eine Karte mit sechs republikanischen und einem demokratischen Wahlkreis nutzen darf.

Was ist passiert? In den USA streiten Parteien und Gerichte seit Jahren darüber, wie Wahlkreise gezogen werden. Der Oberste Gerichtshof, das höchste Gericht der USA, hat nun eine Entscheidung aus einem unteren Gericht aufgehoben. Damit darf der Bundesstaat Alabama eine Karte benutzen, die vor allem der Republikanischen Partei hilft. Viele schwarze Wählerinnen und Wähler, die meist die Demokraten unterstützen, fühlen sich benachteiligt, weil ihre Stimmen über mehrere Wahlkreise verteilt werden.

Wer hilft? In Alabama und in vielen anderen Bundesstaaten klagen Menschen vor Gericht gegen solche Wahlkreiszuschnitte. Organisationen setzen sich für faire Wahlen ein. Auch in Kalifornien und Virginia versuchen die Demokraten, eigene Wahlkreise zu ihren Gunsten zu verändern, um die Machtverhältnisse auszugleichen. Außerdem gibt es im Kongress Abgeordnete wie Shomari Figures, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen, auch wenn sie selbst ihren Sitz verlieren könnten.