In Äthiopien hat am Montag eine große Parlamentswahl stattgefunden, bei der Premierminister Abiy Ahmed wieder antreten will, aber nicht alle Menschen mitwählen durften.
Stell dir vor, du lebst in einem Land mit 135 Millionen Menschen, und heute ist Wahltag. Über 50 Millionen von ihnen sind aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Mehr als 10.400 Kandidatinnen und Kandidaten aus 47 Parteien wollen einen der 502 Sitze ergattern. So war die Lage am Montag in Äthiopien, einem Land in Ostafrika.
Doch nicht alle durften mitmachen. In der Region Tigray im Norden des Landes gab es keine Wahl. Die Regierung sagt, es sei dort zu gefährlich für Wähler und Wahlhelfer. Zwischen 2020 und 2022 starben dort mehr als 600.000 Menschen in einem Krieg. Außerdem zog die größte Oppositionskoalition ihre Teilnahme zurück, weil Gerichte ihre Kandidatenlisten gestrichen hatten. Das macht die Wahl weniger vielfältig.
