Dirk Zingler, der Chef von Union Berlin, wirft der Fußball-Welt vor, dass sie bei Gleichberechtigung oft nur so tut als ob.

Was ist passiert? Dirk Zingler, der Präsident von Union Berlin, hat in einem Interview mit der Bild-Zeitung gesagt, dass viele Vereine und Verbände große Worte über Diversität machen – zum Beispiel mit Regenbogen-Armbinden oder einem beleuchteten Brandenburger Tor. Aber im Alltag ändere sich zu wenig. Er nennt das Scheinheiligkeit.

Was meint er genau? Zingler findet, dass viele Klubs den Frauenfußball klein halten. Er erzählt zum Beispiel, dass in einer Fußball-Fachzeitschrift 95 von 96 Seiten nur über Männerfußball berichten. Wenn das so ist, dann passt das große Reden über Gleichberechtigung für ihn nicht zusammen mit dem, was wirklich passiert.

Was macht Union Berlin anders? Bei Union ist einiges im Umbruch. Die Frauen spielen im Stadion An der Alten Försterei, also dort, wo sonst die Männer spielen. Die Spielerinnen haben feste Profi-Verträge bekommen. Und gerade wird ein neues Trainingszentrum gebaut, in dem Männer- und Frauen-Team zusammen trainieren sollen. Zingler sagt, er freut sich schon darauf, dass die Cheftrainer Mauro Lustrinelli (Männer) und Marie-Louise Eta (Frauen) in der neuen Anlage zusammen Mittagessen und über Fußball reden.