Dirk Zingler, der Präsident von 1. FC Union Berlin, glaubt nicht, dass sein Verein im Männer-Fußball jemals ganz oben stehen wird.

Stell dir vor, du spielst ein Brettspiel, bei dem ein Mitspieler viel mehr Geld hat als alle anderen. Er kann sich die besten Figuren kaufen und gewinnt deshalb fast immer. Genau so beschreibt Dirk Zingler den deutschen Profifußball. Er ist der Präsident von 1. FC Union Berlin, einem Verein aus dem Osten Berlins. Im Gespräch mit der Zeitung Bild hat er gesagt: „Bei den Männern ist es für uns nicht mehr möglich, Meister zu werden." Damit meint er den ersten Platz in der Bundesliga, der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball.

Damit ihr die Zahlen einordnen könnt: Union Berlin macht ungefähr 190 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Der FC Bayern München, der Verein, der seit Jahren fast immer Meister wird, macht etwa eine Milliarde Euro. Das ist mehr als fünfmal so viel. Zingler sagt deshalb: „Was müssten die alles falsch machen, damit wir sie überholen könnten?" Er glaubt also, dass die Bayern sich schon sehr große Fehler leisten müssten, damit ein Verein wie Union an ihnen vorbeiziehen könnte.