Ein wichtiger Forschungsrat in Österreich will, dass ein Studium klarer geregelt wird – vor allem, damit mehr Leute aus Familien ohne Uni-Erfahrung es leichter haben.

Stell dir vor, du fängst ein Studium an und weißt gar nicht genau, wie lange es dauert. Genau das kritisiert der Österreichische Forschungsrat für Wissenschaft, Innovation und Technologie, kurz FORWIT. Der Präsident Thomas Henzinger sagt: „Wenn man in Österreich ein Studium an einer Uni beginnt, weiß man nicht, wann man fertig wird.“ In anderen Ländern sei das klarer. Deshalb überlegen es sich viele zweimal, ob sie überhaupt starten. Der Rat sagt: Das jetzige System kostet viel und bringt zu wenig.

Der Forschungsrat hat drei Hauptgründe für seine Reformvorschläge. Erstens: Chancengerechtigkeit. In Österreich studieren weniger Leute aus Familien ohne Hochschulerfahrung als in anderen westeuropäischen Staaten. Das soll sich ändern. Zweitens: mehr Verbindlichkeit. Wer voll studiert, soll klarere Vorgaben bekommen, wie das Studium vorangeht. Wer nur teilweise studiert, soll mehr Flexibilität behalten. Drittens: die Arbeitswelt von morgen. Henzinger betont, dass Leute mit Hochschulabschluss am besten auf Veränderungen vorbereitet sind, weil sie gelernt haben, immer weiterzulernen.