Das ungarische Parlament hat eine Verfassungsänderung beschlossen, die den Präsidenten des Landes aus dem Amt entfernen kann.
Was ist passiert? In Ungarn hat das Parlament am Montag mit 139 Stimmen für eine große Verfassungsänderung gestimmt. Ministerpräsident Péter Magyar hatte diese Änderung vorgeschlagen. Durch die neue Regel kann Präsident Tamás Sulyok abgesetzt werden. Magyar sagt, Sulyok habe dem früheren Premier Viktor Orbán zu sehr geholfen und das Vertrauen der Menschen verloren. Er nannte Sulyok eine "Marionette".
Wer hilft? Magyar und seine Partei Tisza haben die Wahl im April gewonnen und wollen jetzt den Staat umbauen. Sie sagen, dass die Macht in Ungarn bisher zu stark in den Händen weniger Leute lag. Mit der Verfassungsänderung wollen sie neue Regeln schaffen: Präsidenten sollen nicht ewig im Amt bleiben, und auch Abgeordnete im Parlament sollen nicht unbegrenzt lange ihre Position behalten können. Außerdem soll es eine Altersgrenze für Richter geben.
