Das ungarische Parlament hat eine Verfassungsänderung beschlossen, die den Ministerpräsidenten auf acht Jahre Amtszeit begrenzt.
Stell dir vor, ein Land schreibt in seine Regeln (die Verfassung) ganz klar rein: Niemand darf länger als acht Jahre Chef der Regierung sein. Genau das hat Ungarn jetzt gemacht. Das Parlament in Budapest hat am 15. Juni 2026 mit 135 Stimmen dafür gestimmt. Eine Verfassung ist das wichtigste Gesetz eines Landes – sie legt fest, wie der Staat funktioniert und welche Regeln alle befolgen müssen.
Wichtig ist das vor allem für Viktor Orbán. Er war insgesamt zwanzig Jahre lang Ministerpräsident von Ungarn. Im April 2026 wurde er abgewählt, also haben die Menschen und das Parlament gesagt: Wir wollen jemand anderen an der Spitze. Mit dem neuen Gesetz kann er jetzt auch in Zukunft nicht mehr als Ministerpräsident zurückkehren.
Seine Partei Fidesz hat ihn aber trotzdem als Parteivorsitzenden bestätigt. Das heißt: Innerhalb seiner Partei bleibt er der Boss, aber die Regierung führen darf er nicht mehr. Das zeigt, dass Politik manchmal kompliziert ist – jemand kann in einem Bereich weiter Macht haben, aber in einem anderen ausgeschlossen sein.
