Die US-Luftfahrtbehörde FAA will das Verbot für zivile Überschallflüge über Land aufheben – nach 53 Jahren.
Seit 1973 dürfen zivile Flugzeuge über dem Festland der USA nicht schneller als der Schall fliegen. Grund dafür ist der laute Knall, der entsteht, wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht. Militärjets durften aber weiterhin Überschall fliegen. Jetzt hat die FAA, also die Luftfahrtbehörde der USA, einen Gesetzentwurf vorgestellt, der das Verbot beenden soll. Statt eines kompletten Verbots sollen künftig klare Lärmgrenzwerte gelten.
Wichtig ist: Schneller als der Schall heißt über 1236,5 km/h. Beim Überschallflug entsteht eine Druckwelle, die sich zu einem lauten Knall verdichtet – dem „Überschallknall". Neue Flugzeuge sollen so gebaut werden, dass dieser Knall viel leiser wird oder kaum noch hörbar ist. Die Concorde, das berühmteste Überschallflugzeug, durfte früher nur über offenem Meer Vollgas fliegen; zusammen mit den hohen Kosten wurde sie deshalb eingestellt.
