Seit Mitternacht dürfen bestimmte Industriegüter und Hummer aus den USA ohne EU-Zoll in die EU eingeführt werden – die EU setzt damit den vorigen Jahr mit US-Präsident Donald Trump geschlossenen Handelsdeal um.
Konkret bedeutet das: Wenn ab jetzt Produkte wie Maschinen, Elektronik oder Hummer aus den USA in die EU kommen, fällt kein EU-Einfuhrzoll mehr an. Das kann sich auf Preise für Verbraucher auswirken, weil günstigere Einfuhren oft an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. Für einige Lebensmittel und Konsumgüter sind ebenfalls geringere Zölle vorgesehen.
Die EU hat im Gegenzug akzeptiert, dass die USA auf viele europäische Exportwaren Zölle von bis zu 15 Prozent erheben. Beide Seiten wollten damit einen größeren Handelsstreit verhindern. Brüssel betont, dass europäische Verbraucherinnen und Verbraucher von besseren Importen und Preisvorteilen profitieren sollen.
Auch beim Stahl gibt es neue Regeln: Es darf nur noch eine begrenzte Menge zollfrei eingeführt werden, nämlich rund 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr. Die andere Hälfte dieser Quote ist für Länder reserviert, mit denen die EU Freihandelsabkommen hat – etwa Großbritannien, die Türkei und die Ukraine. Stahlexporte aus China, Indien und der Türkei unterliegen teils niedrigeren Energiepreisen und staatlicher Förderung, weshalb dort günstiger produziert werden kann.
