Die tschechische Regierung hat einen Plan vorgestellt, nach dem Smartphones und Smartwatches an Schulen bald verboten sein sollen – auch in den Pausen.
Stell dir vor: Du gehst in die Schule und dein Handy bleibt aus. Nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Pause, beim Mittagessen und in der Nachmittagsbetreuung. Genau das plant die tschechische Regierung. Das Verbot soll ab dem 1. September 2027 für alle Kinder und Jugendlichen bis zum Ende der Schulpflicht gelten.
Befürworter sagen: Weniger Ablenkung im Unterricht, weniger Mobbing über soziale Netzwerke. Kritiker wie Martin Kupka von der ODS finden den Plan allerdings übertrieben. Er sagt: "Ein flächendeckendes Handyverbot macht die Lehrer zu Rucksack-Kontrolleuren". Die Opposition schlägt stattdessen vor, den Umgang mit digitalen Medien zu lernen und Schulen mit Tablets auszustatten.
Auch Martin Benes, der tschechische Beauftragte für Kinderrechte, ist skeptisch. 93 Prozent der Schulen haben bereits eigene Regeln zum Handygebrauch. Er findet ein neues Gesetz daher überflüssig und warnt: Kinder könnten Schule als Ort erleben, der ihre Freiheit einschränkt, ohne sie zu fragen.
