Eine EU-Expertengruppe schlägt vor, dass Plattformen wie TikTok und Instagram erst ab 13 Jahren genutzt werden dürfen – und für jüngere Kinder nur zusammen mit den Eltern.
Was ist passiert? Eine Gruppe von Fachleuten hat im Auftrag der EU-Kommission einen Bericht geschrieben. Darin steht: Kinder unter 13 sollen Soziale Medien eigentlich gar nicht alleine nutzen dürfen. Erst mit 13 soll ein eigener Account möglich sein – wenn die Plattform bestimmte Sicherheitsregeln einhält. Zeigt eine Plattform, dass sie besonders gut aufpasst, könnte sie sogar schon ab 13 erlaubt werden. Andere Plattformen sollen erst ab 15 oder 16 Jahren zugänglich sein. Auch in anderen Ländern passiert gerade etwas: Frankreich verbietet Soziale Medien ab dem 1. September für unter 15-Jährige, Griechenland will im nächsten Jahr folgen, Österreich plant ein Verbot für unter 14-Jährige.
Wer hilft? Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen hat die Expertinnen und Experten beauftragt und will im September einen konkreten Gesetzentwurf vorstellen. Die Expertinnen und Experten werden vom Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert aus Ulm geleitet. Sie haben mit Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Juristinnen und Juristen und Jugendlichen gesprochen. Gleichzeitig arbeiten Hilfsorganisationen und Schulen daran, Kinder und Jugendliche über sicheres Verhalten im Netz aufzuklären. Auch die deutschen Landesmedienanstalten gehen Hinweisen junger Nutzerinnen und Nutzer auf problematische Inhalte zügig nach.
Was kannst du tun? Bleib kritisch, wenn dir etwas komisch vorkommt, und sprich mit jemandem Vertrautem darüber. Du kannst dich an Beratungsstellen wie die Nummer gegen Kummer oder an die Landesmedienanstalten wenden, wenn du unangemessene Inhalte siehst. Es ist außerdem sinnvoll, Bildschirmzeiten bewusst zu setzen und Pausen einzuplanen. Wenn du merkst, dass dich eine App nervös oder traurig macht, ist es völlig okay, sie weniger zu nutzen oder mit Freundinnen und Freunden darüber zu reden.