Eine große Umfrage in allen EU-Ländern zeigt: Die meisten Menschen in Europa finden, dass Kinder nicht unbegrenzt Zugang zu sozialen Medien haben sollten.
Bei einer Umfrage im Juni 2026 haben rund 25.900 Menschen aus allen 27 EU-Ländern online Fragen beantwortet. Dabei kam heraus: Fast zwei Drittel – also etwa 66 von 100 Befragten – sind dafür, dass die EU Regeln einführt, die den Zugang zu sozialen Medien vom Alter abhängig machen. Einige fordern ein komplettes Verbot unter einem bestimmten Alter, andere eine langsamere Freischaltung.
Was macht den Leuten am meisten Sorgen? Ganz oben auf der Liste steht Cybermobbing: 71 Prozent der Befragten machen sich darüber Gedanken. 70 Prozent haben Angst, dass Kinder im Internet von Erwachsenen angesprochen und ausgenutzt werden könnten. 69 Prozent sorgen sich um schädliche Inhalte wie Gewalt und um den Missbrauch persönlicher Daten. Diese vielen Stimmen zeigen: Es geht vielen nicht nur um ein Verbot, sondern um besseren Schutz.
Parallel zur Umfrage hat ein Expertengremium empfohlen, eine Altersgrenze von 13 Jahren einzuführen. Im Herbst soll die EU dazu konkrete Vorschläge vorlegen. Das bedeutet: Wenn du etwas dagegen tun willst, kannst du dich informieren, mit deinen Eltern oder in der Schule über Social-Media-Regeln sprechen und dich an Jugendorganisationen wenden, die sich für sicheres Internet einsetzen. Deine Meinung zählt – auch in der Debatte darüber, wie digitale Medien für Kinder und Jugendliche sicherer werden können.
