Im EU-Parlament wird diese Woche erneut darüber abgestimmt, ob Messenger wie WhatsApp private Chats automatisch nach Bildern von Kindesmissbrauch durchsuchen dürfen.

Was ist passiert? Das EU-Parlament hatte den Vorschlag zur sogenannten Chatkontrolle vor ein paar Monaten abgelehnt. Nun bringt Parlamentspräsidentin Roberta Metsola das Thema überraschend zurück auf die Tagesordnung. Am Donnerstag sollen die Abgeordneten in einem schnellen Verfahren, dem Eilverfahren, noch einmal abstimmen. Die Ausnahme von den Datenschutzregeln soll bis April 2028 gelten.

Wer hilft? Viele Abgeordnete aus unterschiedlichen Parteien haben das ungewöhnliche Vorgehen kritisiert. Sie wollen, dass das Parlament sorgfältig über so einen großen Eingriff in die Privatsphäre berät. Auch Organisationen, die sich für Kinder im Internet einsetzen, mischen sich in die Debatte ein und sagen, wie man Kinder besser schützen kann, ohne alle Nachrichten mitlesen zu müssen.