Rheinland-Pfalz will neue Regeln für die private Handynutzung an Schulen – mit einem Verbot bis mindestens Klasse 10.
Was ist passiert? Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) aus Rheinland-Pfalz plant, dass Schülerinnen und Schüler ihr Smartphone in der Schule und in den Pausen bis mindestens Klasse 10 nicht privat nutzen dürfen. Das Verbot soll auch auf dem Weg zum Klassenraum gelten. Im Unterricht selbst dürfen Lehrerinnen und Lehrer Handys und Tablets aber weiter gezielt einsetzen, zum Beispiel um gemeinsam TikTok-Videos im Sozialkundeunterricht zu analysieren. Die Ministerin sagt: „Mir ist es wichtiger, dass Kinder in Präsenz Kontakt haben.“ Ein Gespräch über WhatsApp findet sie weniger gelungen als ein direktes Gespräch.
Wer hilft mit? Die rheinland-pfälzische Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung (LSV) macht sich in der Debatte stark für eure Interessen. Sie sagt: „Was wir an den Schulen wirklich brauchen, ist emotionale Unterstützung, echte Aufklärung und die Kompetenz, respektvoll miteinander umzugehen.“ Die LSV warnt davor, dass Verbote allein Cybermobbing nicht stoppen – Aufklärung über Risiken wie Hetze und Falschinformationen im Netz sei genauso wichtig. Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) unterstützt die Pläne der Ministerin, und auch der Landkreistag steht hinter strengeren Regeln.
