US-Präsident Donald Trump will den neuen Chef der US-Notenbank nicht beeinflussen – fordert aber gleichzeitig, dass die Zinsen sinken.
Stell dir vor, eine Firma leiht sich Geld und muss dafür Zinsen zahlen. Die US-Notenbank Federal Reserve (kurz Fed) bestimmt, wie hoch diese Zinsen in den USA sind. Ist der Zins hoch, kostet Kredite mehr. Ist er niedrig, kostet es weniger – aber die Preise im Land können schneller steigen (das nennt man Inflation). Die Fed trifft ihre Entscheidungen eigentlich unabhängig von der Politik. Mitte Juni will sie entscheiden, ob sie die Zinsen anhebt, senkt oder gleich lässt. Derzeit liegen sie zwischen 3,5 und 3,75 Prozent.
Trump sagt: „Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben“ und fordert: „Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken“. Er meint, der US-Arbeitsmarkt sei stark, also bräuchte die Wirtschaft keine Bremse. Er macht sich auch Sorgen um die Benzinpreise, die wegen eines Krieges im Iran gerade hoch sind. Höhere Zinsen würden seiner Meinung nach alles noch teurer machen. Zu Benzinpreisen sagte er im Interview: „Nun, das kommt darauf an. Ich meine, es hängt davon ab, wie sich der Krieg entwickelt.“
