US-Präsident Donald Trump hat einen 38-jährigen Immobilienerben vorübergehend zum Chef der US-Geheimdienste gemacht – obwohl er keine Erfahrung in Sicherheitsfragen hat.
Was ist passiert? Der US-Präsident Trump hat einen Mann namens Bill Pulte vorübergehend an die Spitze von 18 US-Geheimdiensten gesetzt, also zum Beispiel der CIA und der NSA. Pulte ist 38 Jahre alt und Immobilienunternehmer, also jemand, der Häuser baut und verwaltet. Bisher leitete er die Behörde, die in den USA die Immobilienkredite überwacht. Mit Geheimdienstarbeit kennt er sich nach Angaben von Kritikern nicht aus. Pulte tritt den Posten an, weil die bisherige Chefin Tulsi Gabbard Ende Juni aufhört. Für die ersten 210 Tage braucht er keine Zustimmung des Senats.
Wer hilft, die Entscheidung zu prüfen? In den USA kontrolliert der Kongress die Regierung. Wichtige Senatoren wie Chuck Schumer, Mark Warner und auch der Republikaner John Cornyn haben gesagt, dass Pulte für diesen Job nicht geeignet sei. Sie haben das Recht, ihn in Anhörungen zu befragen und die Personalie öffentlich zu diskutieren. So funktioniert die Gewaltenteilung: Die Regierung schlägt jemanden vor, das Parlament prüft – und die Presse berichtet darüber.
