Union und SPD können sich nicht einigen, wie die nächste Bundestagswahl ablaufen soll – jetzt soll ein Gremium entscheiden.
Im Bundestag sitzen gerade 630 Abgeordnete. 2023 hat die damalige Ampel-Regierung das Wahlrecht geändert, damit das Parlament nicht weiter wächst. Jetzt, in der neuen schwarz-roten Koalition aus Union und SPD, streiten beide Seiten darüber, ob man das so lassen, ändern oder ein neues System einführen soll.
Die SPD will zum Beispiel, dass im Bundestag gleich viele Frauen wie Männer sitzen – man nennt das Parität. Die Union bringt eigene Vorschläge mit, etwa ein Grabenwahlrecht: Die eine Hälfte der Sitze geht an die Kandidaten, die ihren Wahlkreis direkt gewonnen haben, die andere Hälfte an die Parteien nach Zweitstimmen – komplett getrennt.
Ein Problem des aktuellen Rechts: Bei der Wahl 2025 sind 23 Politiker mit Direktmandat nicht in den Bundestag eingezogen, obwohl sie in ihrem Wahlkreis gewonnen hatten.
