Die Bundesregierung hat ein großes Reformpaket vorgestellt – es geht um Krankmeldungen, Kündigungsschutz und wie leicht man jemanden befristet einstellen darf.
Was genau ist passiert? Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat sich auf 34 Reformpunkte geeinigt. Eine wichtige Änderung: Wenn du krank bist und zu Hause bleibst, musst du in Zukunft schon ab dem ersten Tag eine Krankschreibung vom Arzt oder von der Ärztin vorlegen. Bisher reichte das ab dem vierten Krankheitstag. Außerdem soll es nicht mehr möglich sein, sich telefonisch krankschreiben zu lassen – du musst also in die Praxis gehen. Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, die Krankmeldungen seien nach Corona sehr stark gestiegen, deshalb brauche es diese strengeren Regeln.
Ein weiteres Thema ist der Kündigungsschutz. Das ist der Schutz, der verhindert, dass Arbeitnehmer einfach ohne Grund entlassen werden können. Die Regierung will diesen Schutz für sehr gut Verdienende lockern – also für Leute, die mehr als rund 177.450 Euro im Jahr brutto verdienen. Auch Start-ups und kleine Betriebe sollen flexibler einstellen und entlassen dürfen. Befristete Verträge sollen länger möglich sein: bis zu 48 Monate und sechsmal verlängerbar, statt bisher 24 Monate und dreimal.
