Ein neuer Wifo-Report zeigt: Beschäftigte in Österreich waren 2025 im Schnitt fast 15 Tage krankgemeldet – und die Art der Erkrankungen verändert sich.
Im Jahr 2025 waren Beschäftigte in Österreich durchschnittlich 14,7 Kalendertage krankgemeldet. Das ist etwas weniger als im Vorjahr (15,1 Tage), trotzdem zeigt der neue Wifo-Fehlzeitenreport deutliche Trends: Atemwegserkrankungen wie Erkältungen oder Grippe sind mit Abstand am häufigsten und machen 43,3 Prozent aller Krankmeldungen aus. Beschwerden am Bewegungsapparat, etwa Rücken- oder Gelenkprobleme, folgen mit 11,3 Prozent der Fälle, sind aber für fast ein Fünftel aller Krankentage verantwortlich.
Immer mehr Fehltage gehen zudem auf psychische Belastungen zurück: Während 1994 nur 2,6 Prozent der Krankentage psychische Ursachen hatten, sind es heute 11,8 Prozent. Wifo-Expertin Christine Mayrhuber bringt es auf eine einfache Formel: „Die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert schont den Körper, fordert aber den Geist, und auf diese Entwicklung muss es Antworten geben.“ Auffällig ist auch der Rekordwert bei kurzen Krankmeldungen: 44,7 Prozent aller Fälle dauern weniger als vier Tage. Frauen fehlen im Schnitt etwas häufiger als Männer (15,5 zu 14,1 Tage).
