Die Bundesregierung plant, eine wichtige Unterstützung für Kinder von getrennten Eltern zu kürzen – darüber gibt es jetzt großen Streit.

Was ist passiert? Bundesfamilienministerin Karin Prien will den sogenannten Unterhaltsvorschuss nicht mehr bis zum 18. Geburtstag zahlen, sondern nur noch bis zum 16. Geburtstag. Das ist Geld vom Staat, das Kinder bekommen, wenn ein Elternteil nicht genug oder gar keinen Unterhalt zahlt. Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, die Kosten seien in acht Jahren stark gestiegen, und die Kommunen hätten ein großes Defizit – deshalb sei die Kürzung nötig. Rund 80.000 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren wären davon betroffen.

Wer hilft? Viele Politikerinnen und Politiker aus SPD, Grünen und Linken finden den Plan falsch. Sie sagen: Alleinerziehende Mütter und Väter brauchen Unterstützung, keine Kürzung. Die SPD, die mit der CDU zusammen regiert, will den Vorschlag so nicht mitmachen. Familienverbände und Kinderrechtsorganisationen fordern, dass die Kinder selbst am Ende nicht weniger Geld haben. Die Regierung verspricht, dass Kindergeld und andere Leistungen gleich bleiben sollen.