Eine Frau wirft der Landwirtschaftskammer Salzburg vor, bei der Besetzung eines wichtigen Postens übergangen worden zu sein. Die Kammer bestreitet das.

Was ist passiert? Bei der Landwirtschaftskammer Salzburg wurde im Frühjahr 2025 eine wichtige Stelle neu besetzt, die Stelle des Kammeramtsdirektors. Eine 39-jährige Frau namens Sabine Schuster hatte sich beworben und ist im Bewerbungsverfahren, dem sogenannten Hearing, Zweite geworden. Stattdessen bekam ein Mann den Job. Schuster sagt, sie sei nur Zweite geworden, weil ihr nachträglich ein Punkt gestrichen wurde. Bei einem Punktegleichstand hätte laut Gesetz aber die Frau den Job bekommen müssen. Die Kammer sagt: Stimmt nicht, es gab keine Streichung. Schuster hat jetzt Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft prüft den Fall.

Wer hilft? Schuster hat sich an die Gleichbehandlungskommission gewandt. Das ist eine Stelle, die sich um faire Behandlung am Arbeitsplatz kümmert. Auch die Staatsanwaltschaft Salzburg schaut sich die Vorwürfe an. In solchen Fällen ist es wichtig, dass es unabhängige Stellen gibt, die Behauptungen prüfen, bevor ein Urteil fällt.