In Potsdam wurde vor etwa eineinhalb Wochen ein besetztes Haus von der Polizei geräumt, und die Aktivistinnen und Aktivisten wollen jetzt vor dem Stadtparlament protestieren.

Was ist passiert? In Potsdam haben Menschen ein leerstehendes Haus in der Tornowstraße 40 besetzt. Das Gebäude ist eine ehemalige Werkstatt. Die Polizei hat das Haus vor etwa eineinhalb Wochen geräumt. Jetzt planen die Besetzerinnen und Besetzer einen Protest davor.

Was sagt die Stadt? Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sagt, die Räumung sei nötig gewesen. Sie beruft sich auf Hinweise des Verfassungsschutzes. Die Stadt sagt außerdem, dass das Haus aus baurechtlichen Gründen nicht einfach legal besetzt werden darf. Deshalb war eine Duldung der Besetzung für die Stadt keine Option.

Was sagt das Innenministerium? Das brandenburgische Innenministerium sagt, dass "einschlägig bekannte Akteure aus dem Bereich des Linksextremismus" in der Nähe des Hauses waren. Außerdem sei anarchistische Symbolik benutzt worden. Die Gruppe "Tornow 40" weist das zurück. Sie sagt: "Dass das als Räumungsgrund vollkommen haltlos ist, liegt auf der Hand." Anarchismus ist eine politische Idee, die staatliche Autorität ablehnt.