Im ersten Quartal 2026 hat die Polizei in Brandenburg mehr Straftaten gegen Geflüchtete gezählt als im Vorjahr.

In Brandenburg wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 42 Straftaten gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte erfasst. Dazu gehören Beleidigungen, Drohungen, Sachbeschädigung, Brandstiftung und Körperverletzung. Im selben Zeitraum zählte die Polizei außerdem 83 rassistisch motivierte Straftaten gegen andere Menschen, zum Beispiel Volksverhetzung oder Beleidigungen. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 584 rechtsextrem motivierte Straftaten registriert, im Vorjahr waren es noch 796. Die größte Gruppe waren Propaganda-Delikte, also das Verbreiten von verfassungsfeindlichen Symbolen oder Parolen.

Es gibt mehrere Stellen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Die Polizei ermittelt und veröffentlicht regelmäßig Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität. Im Landtag stellen Abgeordnete wie Andreas Noack von der SPD Anfragen, um die Daten einzuordnen. Auch Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt und zivilgesellschaftliche Initiativen kümmern sich um die Opfer und melden Vorfälle. So entsteht ein Gesamtbild aus offiziellen Zahlen und Erfahrungen aus der Praxis.