Bei der Firma Fraport, die den Frankfurter Flughafen betreibt, wird die letzte Betriebsratswahl jetzt vor Gericht angefochten.
Stell dir vor, in deiner Schule wird der Klassensprecher gewählt und danach finden sich im Mülleimer zerissene Stimmzettel. Genau so etwas ist am Flughafen in Frankfurt passiert. Bei der Firma Fraport haben rund 13.000 Beschäftigte über Pfingsten einen neuen Betriebsrat gewählt. Ein langjähriger Betriebsrat namens Hakan Cicek hat danach einen Beutel mit geschredderten Papieren entdeckt, die wie Stimmzettel aussehen. Auf den Resten kann man noch Kreuze erkennen, also vielleicht echte Stimmen. Cicek sagt deshalb: "Das ist eine Wahl, die manipuliert worden ist."
Cicek hat die Wahl vor dem Arbeitsgericht angefochten. Er selbst war mit einer Liste angetreten und hat nicht genug Stimmen bekommen. Trotzdem sagt er, es gehe ihm nicht um sein eigenes Ergebnis, sondern darum, dass die Stimmen der Beschäftigten wirklich zählen. Er hat sogar mit dem Handy gefilmt, wie Wahlunterlagen aus Briefkästen geholt werden konnten, obwohl sie eigentlich sicher gelagert sein müssten.
