Ein Kurdirektor wurde gekündigt, weil er den Vertrag eigenmächtig verlängert haben soll – jetzt entscheidet ein Gericht.
Stell dir vor, jemand leitet seit fünf Jahren ein Kurbad und sein Chef sagt plötzlich: Du bist gefeuert. Genau das ist Richard Senninger in Bad Tatzmannsdorf passiert. Er war Kurdirektor, also der Chef vom Kurort, und wurde im Dezember rausgeworfen. Er findet das nicht gerecht und hat deshalb geklagt.
Das Problem: In seinem Vertrag stand, dass der Vertrag einmal um fünf Jahre verlängert werden kann, ohne dass die Stelle neu ausgeschrieben wird. Senninger hat das einfach gemacht, aber sein Arbeitgeber, der Kurfonds, sagt: Das durftest du nicht alleine entscheiden, da müssen beide Seiten zustimmen. Deshalb steht der Streit jetzt vor dem Arbeitsgericht in Eisenstadt.
Vor Gericht haben zwei ehemalige Politiker-Assistenten ausgesagt. Einer sagt, er hätte den Vertrag so nie unterschrieben, der andere sagt, er kann sich an wichtige Details gar nicht erinnern. Das macht die Sache für den Richter schwer. Am Ende muss das Gericht entscheiden: Bleibt Senninger Kurdirektor oder ist die Kündigung ok?
