Der Oberste Gerichtshof in Wien prüft am Donnerstag das Urteil gegen den Signa-Gründer René Benko und entscheidet direkt danach.

Was ist passiert? René Benko hat die Firma Signa gegründet, ein riesiges Immobilienunternehmen. 2024 ist Signa pleitegegangen. Danach hat ein Gericht in Innsbruck Benko verurteilt: Er soll Geld vor seinen Gläubigern versteckt haben, also vor Menschen und Firmen, denen er noch Geld schuldet. Konkret soll er seiner Mutter 300.000 Euro geschenkt haben und 360.000 Euro für eine Villa in Innsbruck bezahlt haben, kurz bevor Signa zusammenbrach. Benko sagt, er ist unschuldig. Jetzt geht der Fall zum Obersten Gerichtshof, dem OGH, dem höchsten Gericht in Österreich.

Wer hilft? Die Justiz in Österreich arbeitet den Fall auf. Eine eigene Behörde, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), hat Benko angeklagt. Sie ermittelt in 17 verschiedenen Bereichen rund um die Signa-Pleite. Der OGH soll am Donnerstag prüfen, ob das Urteil aus Innsbruck richtig war. Eine eigene Stelle, die Generalprokuratur, hat dem OGH vorgeschlagen, die Verurteilung zu bestätigen, aber einen Teil des Freispruchs aufzuheben. Das bedeutet: Es gibt klare Regeln und unabhängige Richter, die sich den Fall anschauen.