Ein Gericht in New York hat den chinesischen Geschäftsmann Guo Wengui zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er viele Menschen um ihr Geld betrogen haben soll.
Was ist passiert? Ein Richter in New York hat Guo Wengui, auch bekannt als Miles Kwok, am Montag zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte mindestens 30 Jahre gefordert und gesagt, dass die Taten sogar schwerer wogen als beim bekannten Kryptobetrugsfall um Sam Bankman-Fried, der 25 Jahre bekam. Die Anklage sprach von "In diesem außergewöhnlichen Fall kann es keine Gerechtigkeit geben ohne ein außergewöhnliches Strafmaß." Die Geschworenen hatten ihn bereits 2024 unter anderem wegen Anlagebetrugs, Geldwäsche und Erpressung für schuldig befunden. Der Gesamtschaden soll sich laut Anklage auf mehr als eine Milliarde US-Dollar belaufen.
Wer hilft? Die US-Justiz hat den Fall über Jahre verfolgt, Beweise gesammelt und ein Gerichtsverfahren mit Geschworenen durchgeführt. Auch die chinesische Regierung interessiert sich für Guo Wengui, der schon 2014 aus China floh und später von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Das Gericht ordnete zudem an, dass rund 889 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten eingezogen werden, um den Opfern einen Ausgleich zu ermöglichen.
