Nach einer deutlichen Wahlniederlage ist die Chefin der SPÖ in Graz, Doris Kampus, zurückgetreten.

Bei der Gemeinderatswahl in Graz hat die SPÖ ein katastrophales Ergebnis eingefahren. Die Partei bekam nur 5,6 Prozent der Stimmen – so wenig wie nie zuvor. Damit verlor sie auch ihren Klubstatus, also die Rechte einer eigenen Fraktion im Gemeinderat. Parteichefin Doris Kampus zog daraufhin am Montagabend die Konsequenzen und trat zurück. Sie wird auch ihr Mandat im neuen Gemeinderat nicht annehmen.

Die Wahl in Graz hat gleichzeitig einen klaren Sieger: Die KPÖ wurde mit 35,7 Prozent stärkste Kraft. Die bisherige Bürgermeisterin Elke Kahr soll am 27. August erneut zur Bürgermeisterin gewählt werden. Die SPÖ geht in die Opposition und will sich dort neu erfinden.

Als Nachfolger an der Spitze der Grazer SPÖ übernimmt Hannes Schwarz, der Klubobmann der SPÖ im steirischen Landtag. Er kündigte an, die Partei „organisatorisch und politisch neu aufzustellen“. Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher sagte, die Landespartei werde Schwarz bei dieser schwierigen Aufgabe voll unterstützen.