Die FPÖ steht unter Druck, weil ein wegen NS-Wiederbetätigung verurteilter Mann bei ihrem Bildungsinstitut arbeitet. Andere Parteien werfen der FPÖ vor, nicht klar genug Distanz zu zeigen.

Was ist passiert? Ein Mann namens Rene Schimanek wurde im März 2026 von einem Gericht in Krems verurteilt. Er hatte für die Todesanzeige seines verstorbenen Vaters ein Symbol und ein Zitat benutzt, die in rechtsextremen Kreisen verbreitet sind. Dafür bekam er ein Jahr Haft auf Bewährung. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig, also endgültig. Trotzdem arbeitet Schimanek seit dem Vorjahr beim Freiheitlichen Bildungsinstitut (FBI), dem Bildungsinstitut der FPÖ. Das hat die Zeitung "Standard" berichtet.

Wer hilft oder kritisiert? Politische Gegner der FPÖ haben den Fall aufgegriffen. Der Grüne Lukas Hammer sagt, eine Verurteilung wegen NS-Wiederbetätigung dürfe kein Bonus für einen Job sein. Die ÖVP wirft der FPÖ Schweigen vor und fordert eine klare Abgrenzung. Auch die SPÖ kritisiert, dass das FBI als Auffangbecken für verurteilte Rechtsextreme diene. Die FPÖ sagt über ihren FBI-Chef Fritz Simhandl, dass Schimanek im Institut keinen Fehler gemacht habe und die Verurteilung seinen Job nicht betreffe.