In Berlin wird im September ein neues Landesparlament gewählt – und eine SPD-Politikerin macht dem aktuellen Bürgermeister ordentlich Druck.
Berlin hatte Anfang Januar einen großen Stromausfall, einen Blackout. Kurz danach wurde bekannt, dass Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nur wenige Stunden nach dem Ausfall Tennis gespielt und das zunächst auch noch verschwiegen hat. Viele Leute fanden das respektlos – denn in so einer Situation wird von einer Chefin oder einem Chef erwartet, dass sie oder er sich um das Problem kümmert.
Franziska Giffey ist in der SPD und Senatorin für Wirtschaft in Berlin. Sie sagt offen, dass sie sich selbst für die bessere Regierungschefin hält. Ihre Begründung sind 'Verantwortungsbewusstsein, Kompetenz, Professionalität'. Damit meint sie: Wer Verantwortung trägt, soll sich in einer Krise nicht vom Acker machen.
Trotzdem ist sie nicht automatisch die SPD-Spitzenkandidatin – das ist aktuell Steffen Krach. Trotzdem wirbt Giffey offensiv um das Amt und will auch enttäuschte CDU-Wählerinnen und -Wähler überzeugen. Die nächste Wahl in Berlin ist am 20. September.
