Am Freitag hat ein Erdbeben der Stärke 7,3 den Süden Mexikos erschüttert; auch in Guatemala war es zu spüren, und die Behörden gaben eine Warnung vor einer möglichen Flutwelle heraus.

Am Freitagmorgen um 8:48 Uhr Ortszeit bebte die Erde im Süden Mexikos. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Chiapas, etwa 48 Kilometer von der Kleinstadt Aquiles Serdán entfernt, im Meer vor der Pazifikküste. Es war so stark, dass Menschen in Chiapas auf die Straße rannten, um sich in Sicherheit zu bringen – auch weil sie wussten, dass bei einem Beben dieser Stärke Häuser einstürzen können. Auf das Hauptbeben folgten mehrere Nachbeben, eines davon hatte die Stärke 6,1, was noch einmal deutlich zu spüren war.

Nach dem Beben handelten die mexikanischen Behörden sofort: Marineminister Raymundo Morales gab eine Tsunami-Warnung heraus, weil ein Beben im Meer eine kleine Flutwelle auslösen kann. Er sagte, der Meeresspiegel könne um bis zu einen halben Meter steigen. Zivilschutz und Rettungskräfte prüften überall in Chiapas, ob Straßen, Brücken und Häuser beschädigt sind. Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach in der Karibikstadt Tulum mit Morales vor der Presse und sagte: "Es gibt keine großen Schäden" – vorerst wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet.