In Venezuela haben Helfer aus sieben Ländern einen Mann nach acht Tagen lebend aus einem eingestürzten Haus befreit.

Bei einem schweren Erdbeben in Venezuela sind Anfang Juli zwei starke Erdstöße kurz nacheinander aufgetreten. Dabei sind Tausende Menschen gestorben, mehr als 11.000 wurden verletzt. Zehntausende werden noch vermisst. Besonders schlimm hat es die Küstenstadt Catia La Mar getroffen. Dort ist ein siebenstöckiges Gebäude eingestürzt. Unter den Trümmern lag der 43-jährige Hernán Gil, der als Wachmann in dem Haus gearbeitet hat. Er war in seinem Wachhäuschen verschüttet worden, rund neun Meter unter dem Schutt.

Hunderte Helfer aus sieben verschiedenen Ländern haben tagelang gegraben. Sie haben versucht, vorsichtig zu Hernán vorzudringen, ohne dass noch mehr Schutt nachrutscht. Über einen Schlauch haben sie ihm mehr als zehn Liter Wasser gegeben und einen Schlauch für Sauerstoff gelegt. So konnten sie ihn am Leben halten, bis sie ihn endlich befreien konnten. Der Leiter eines chilenischen Teams sagte: "Es war nicht einfach, genau den Punkt zu erreichen, an dem sich das Opfer befindet." Als sie Hernán endlich auf einer Trage herausgezogen haben, haben die Helfer gejubelt und sich umarmt.