Die Grazer Sozialdemokratie hat ihren Vorstand aufgelöst und will sich bis Herbst 2027 komplett neu aufstellen, weil sie bei der Gemeinderatswahl nur noch 5,6 Prozent bekam.
Bei der Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni hat die SPÖ mit Spitzenkandidatin Doris Kampus nur 5,6 Prozent der Stimmen bekommen. Das ist so schlecht wie nie zuvor für die Partei, die früher in Graz den Bürgermeister stellte. Spitzenkandidatin Doris Kampus trat deshalb noch am Tag nach der Wahl als Stadtparteichefin zurück.
Jetzt greift die steirische Landespartei durch: Am Montagabend wurde der Vorstand der Grazer Stadtpartei einstimmig aufgelöst. Landesparteichef Max Lercher sagte, die Partei solle sich "tiefgreifend, inhaltlich und strukturell" neu gründen. Das bedeutet: neuer Vorstand, neue Themen, neue Art zu arbeiten.
Bis Herbst 2027 soll alles fertig sein. Solange führt Hannes Schwarz die Geschäfte als interimistischer Vorsitzender. Am Ende steht eine Bezirkskonferenz, auf der die neuen Gremien gewählt werden.
