Die Bundesregierung plant neue Regeln für kleine Solaranlagen auf Hausdächern – mit Übergangsfristen statt eines harten Förderstopps.

Wenn du oder deine Familie überlegt, eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren, könnte sich bald etwas ändern. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat einen neuen Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG) vorgelegt. Das ist das Gesetz, das seit dem Jahr 2000 den Ausbau von Ökostrom in Deutschland regelt und zum Beispiel festlegt, wie viel Geld du für Strom bekommst, den deine Anlage ins Netz einspeist.

Bisher bekommen Besitzer kleiner Solaranlagen 20 Jahre lang einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Das nennt man Einspeisevergütung. Im neuen Entwurf soll diese dauerhafte Förderung für kleine Anlagen unter 25 Kilowatt Leistung wegfallen. Stattdessen gibt es eine Übergangszahlung für bis zu 36 Monate – also drei Jahre – und danach einen Bonus, wenn der Strom direkt an der Börse verkauft wird.