Die Bundesregierung will das alte Heizungsgesetz abschaffen. Im Bundestag und Bundesrat wurde am Freitag über eine Reform abgestimmt, die Regeln für neue Heizungen neu sortiert.

Was ist passiert? Der Bundestag und der Bundesrat haben am Freitag über ein neues Heizungsgesetz abgestimmt. Die Koalition aus Union und SPD will die Vorgaben der früheren Ampelregierung, vor allem die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen, kippen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sprach im Bundestag von einem „Zwang zur Wärmepumpe“ und kündigte an, „Heizungszwänge“ durch Technologieoffenheit zu ersetzen. Konkret bedeutet das: Auch Gas- und Ölheizungen sollen weiterhin eingebaut werden dürfen, müssen aber ab 2029 wachsende Anteile CO2-neutraler Brennstoffe nutzen. Die Sommerpause des Parlaments beginnt am Wochenende, deshalb war die Abstimmung einer der letzten politischen Akte vor der Pause.