Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will, dass beim Bau neuer Gaskraftwerke nicht nur der Süden, sondern auch der Norden und Osten Deutschlands zum Zug kommen.

In Deutschland sollen neue Gaskraftwerke entstehen. Sie sind wichtig, weil Deutschland bis 2038 aus der Kohle aussteigen will und bei wenig Wind und Sonne, sogenannten Dunkelflauten, sonst Strom fehlen könnte. Die neuen Anlagen sollen außerdem so gebaut werden, dass man sie später mit Wasserstoff betreiben kann.

Ursprünglich war geplant, dass vor allem der Süden Deutschlands den Löwenanteil der neuen Kraftwerke bekommt – bis zu zwei Drittel. Dagegen gab es Protest, unter anderem von den Energieunternehmen Leag und Mibrag, der Gewerkschaft IG BCE und mehreren Bundesländern im Osten und Norden. Sie fanden das unfair. Auch der Bundesrat hatte im Juni einen entsprechenden Antrag beschlossen.