Die Schufa sammelt offenbar viel mehr alte Daten über Menschen in Deutschland, als viele denken – und Experten streiten darüber, ob das erlaubt ist.

Was ist passiert? Journalisten von NDR und Süddeutscher Zeitung haben herausgefunden, dass die Schufa in Wiesbaden neben der normalen Datenbank noch eine zweite Sammlung mit alten Zahlungsdaten besitzt. Dort liegen Infos über angeblich alte Kredite, Pfändungen oder Schulden – manche Einträge sind bis zu zehn Jahre alt. Die Schufa sagt, sie braucht diese Daten, um neue Score-Methoden zu testen.

Wer hilft? Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und mehrere Datenschutzexperten kritisieren die Praxis. Sie sagen: Daten müssen gelöscht werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Der Hessische Landesdatenschutzbeauftragte prüft jetzt, ob die Schufa die Menschen darüber informieren muss, was über sie gespeichert ist. Du kannst deinen eigenen Schufa-Score übrigens kostenlos einmal im Jahr abrufen und so selbst nachsehen, was über dich gespeichert ist.