Der Softwareriese SAP hat sich mit der EU-Kommission geeinigt und muss nun keine Millionenstrafe zahlen.
Die EU-Kommission hatte dem Softwareunternehmen SAP vorgeworfen, Kunden an seine Wartung und seinen Support zu binden. Kunden konnten angeblich nicht selbst entscheiden, ob sie für einzelne Teile ihrer SAP-Software einen anderen Anbieter nutzen. Auch wer pausierte und später zurückkam, musste Gebühren nachzahlen. Das fand die EU nicht fair.
SAP hat darauf reagiert und der Kommission Zugeständnisse gemacht. Künftig kannst du als Kunde selbst wählen, welcher Anbieter welchen Teil deiner Software betreut. Wiedereinstiegsgebühren fallen weg, und Verträge werden klarer formuliert. Die Cloud-Produkte von SAP sind von der Einigung allerdings nicht betroffen.
Die EU-Kommission hat die Zusagen angenommen. SAP muss sich nun zehn Jahre lang weltweit daran halten. Hält SAP sich nicht daran, kann die EU eine Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verlangen. SAP betont, dass es weiterhin mit der Kommission zusammenarbeitet und keine großen Folgen für die Finanzen erwartet.
