Ärzte sagen: Wer schlecht hört, hat ein höheres Risiko, später an Demenz zu erkranken – und Hörgeräte können das Risiko senken.
Wenn Menschen älter werden, hören sie oft schlechter. Das passiert meist ab etwa 60 Jahren. Ab 65 Jahren steigt dann auch die Zahl der Demenzerkrankungen. Forscher haben bemerkt: Beides hängt oft zusammen.
Eine Untersuchung zeigt: Wer zehn Dezibel weniger hört, hat ein 16 Prozent höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Wenn Betroffene aber rechtzeitig ein Hörgerät bekommen, baut ihr Gehirn langsamer ab – nach drei Jahren um 48 Prozent weniger als bei Menschen ohne Hörgerät.
Warum ist das so? Wer schlecht hört, redet weniger mit anderen, ist öfter allein und kann manchmal sogar depressiv werden. Das Gehirn wird dann weniger gefordert und baut schneller ab.
Viele Menschen tragen ihr Hörgerät aber nicht gern – aus Angst, dass andere sie komisch angucken. Experten sagen: Gegen dieses Vorurteil muss man etwas tun.
