Immer mehr junge Menschen in Österreich haben mit Angst, Depression oder ADHS zu kämpfen – Expertinnen und Experten fordern deshalb bessere Hilfsangebote.
In Österreich ist fast jedes vierte Kind oder jeder vierte Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren von einer psychischen Erkrankung betroffen. Über ein Jahr hinweg sind es sogar rund 35 Prozent. Am häufigsten kommen Angststörungen, ADHS, Depressionen und Substanzmissbrauch vor. Georg Psota, ein erfahrener Psychiater aus Wien, hat das beim Forum Alpbach deutlich gemacht. Er sagt: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ – sie brauchen eigene Anlaufstellen und Behandlungen, die zu ihrem Alter passen.
Viele Fachleute und Organisationen setzen sich dafür ein, dass die Versorgung in Österreich besser wird. Markus Wieser vom Förderverein Kinder- und Jugendrehabilitation fordert zum Beispiel mehr stationäre Einrichtungen und Programme, die über einzelne Projekte hinausgehen. Außerdem sollen Schwangere und junge Familien früher begleitet werden. Auch Schulen und Jugendzentren können wichtige Orte sein, an denen Probleme früh erkannt werden. Je früher jemand Hilfe bekommt, desto besser lassen sich Krisen auffangen.
