Die österreichische Regierung will Strafen für zu schnelles Autofahren erhöhen und die Regeln in allen Bundesländern angleichen.
Stell dir vor, du fährst in einem anderen Bundesland in Österreich zu schnell – und plötzlich ist die Strafe viel höher als zuhause. Genau das soll sich ändern. Die Regierung hat am Mittwoch einen Plan vorgestellt: Bis 2027 sollen Verkehrsstrafen überall in Österreich gleich hoch sein. "Bereits seit mehreren Jahren wird, auch aus den Ländern, eine Harmonisierung der Strafkataloge gefordert."
Was heißt das konkret? Wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, soll künftig 200 bis 5.000 Euro Strafe zahlen, vorher waren es 150 bis 5.000 Euro. Wer im Ort mehr als 40 km/h oder außerorts mehr als 50 km/h zu schnell fährt, soll sogar 400 bis 6.000 Euro zahlen. Auch Regeln für Radfahrerinnen und Radfahrer werden angepasst.
Warum macht die Regierung das? Die Unfallzahlen sind 2025 deutlich gestiegen. "Während 2024 rund 14 Prozent aller Unfälle mit Verletzten auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen waren, lag dieser Anteil 2025 bereits bei über 16 Prozent." Bei einem Drittel aller tödlichen Unfälle war zu schnelles Fahren die Hauptursache. Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) sagt: "Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel!"
