Die Anklage gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony wegen der Pride-Parade 2024 wurde fallengelassen.
Im Jahr 2024 fand in Budapest eine große Pride-Parade statt, obwohl die damalige Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán die Demonstration verboten hatte. Mehr als 200.000 Menschen gingen trotzdem auf die Straße – mehr als je zuvor. Der Bürgermeister Karácsony hatte die Parade unterstützt und wurde deshalb im Januar 2025 angeklagt.
Wichtig ist, was im April 2025 passierte: Der Europäische Gerichtshof entschied, dass die ungarischen Anti-LGBTQ-Gesetze gegen die Grundfreiheiten der EU verstoßen. Die Budapester Staatsanwaltschaft sagte daraufhin: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im April 'stellen die in der Anklageschrift beschriebenen Sachverhalte keine Straftat mehr dar'. Das bedeutet: Karácsony wird nicht weiter strafrechtlich verfolgt.
